Konstruktion & CAD

Passungen im FDM-Druck: Warum 0,3 mm kein Naturgesetz sind

Von michael · 2026-10-17 10:21:24

Bei Steckverbindungen und Führungen ist Spiel wichtig. Ein nomineller Spalt von 0,3 mm kann bei einem Drucker passend sein und bei einem anderen klemmen oder wackeln. Entscheidend sind Düse, Material, Bauteilausrichtung, Drucktemperatur und Kalibrierung.

Eine Bohrung mit nominell 8 mm kann im Druck kleiner ausfallen, während Außenmaße ebenfalls abweichen können. Deshalb lohnt sich ein kurzer Passungstest mit mehreren Varianten, bevor ein großes Bauteil gefertigt wird.

Unterscheidet unbedingt zwischen radialem und diametralem Spiel: 0,2 mm Abstand auf jeder Seite ergeben 0,4 mm Durchmesserdifferenz. Das wird in Diskussionen oft durcheinandergebracht.

Praxisvorschlag: Druckt eine kleine Testleiste mit abgestuften Zapfen- und Lochmaßen, messt mit einer Schieblehre und dokumentiert Material und Druckprofil. Für besonders präzise Bohrungen kann Nachreiben oder Bohren nach dem Druck sinnvoller sein als weitere Slicer-Korrekturen.

Welche Spiele nutzt ihr für leicht lösbare Verbindungen?

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